IBA Kooperationsnetzwerk für Integrierte BioAnalytik                        
3D 329 small 2 

 

Im Bereich Themen wird das Netzwerkmanagement sporadisch auf Bereiche hinweisen, die sich erst während der Arbeit des Kooperationsnetzwerkes Integrierte BioAnalytik als (mögliche) neue Schwerpunkte für die Netzwerktätigkeit herauskristallisierten oder auf deren besondere Bedeutung für das Kooperationsnetzwerk (und darüber hinaus) von Netzwerkpartnern hingewiesen wurde.

Da die Auswahl der Themen für die hier erfolgende Zusammenstellung zunächst einen gewissen subjektiven Charakter seitens des Netzwerkmanagements trägt, bitten wir auch alle Netzwerkpartner um Hinweise bzw. Anregungen zur Erweiterung dieser Rubrik.

Die Aufstellung der Themen erfolgt ohne Wertung ihrer Bedeutung in alphabetischer Form.

01 Immunassays

Als Immunassays bezeichnet man eine Vielzahl von Methoden in der Bioanalytik, deren gemeinsames Grundprinzip die Erkennung und der Nachweis eines Analyten in einer flüssigen Phase durch die Bindung eines Antigens an einen Antikörper ist; je nach spezifischer Konfiguration des Assays können sowohl Antigen als auch Antikörper der nachzuweisende Analyt sein. Immunassays nutzen die hohe Spezifität und Bindungsstärke der Bindung zwischen Antigenen und Antikörpern genutzt. Sie sind ein lange bewährtes Tool der Bioanalytik.

Wir wollen im Zusammenhang mit diesen an sich wohlbekannten Tools auf neuere Entwicklungen hinweisen, die für spezifische Ansätze in unserem Netzwerk von Bedeutung sein können. Hierzu gehören u.a. ein sehr sensitiver und schneller elektrochemischer Immunassay unseres Netzwerkpartners teradropz GmbH wie auch wie auch Lumineszenz-basierte homogene Immunassays (der gleichfalls in Potsdam-Golm ansässigen Hybrotec GmbH, die auch als Kooperationspartner für das Netzwerk zur Verfügung steht).

 

Elektrochemischer Immunassay (teardropz GmbH (Potsdam-Golm))
Der von Ettlinger et al. beschriebene Immunassay stellt erstmals einen kompetitiven homogenen Nachweis auf elektrochemischer Basis vor, der u.a. folgende Vorteile besitzt: (i)           , (ii)                      , (iii)                    und so eine gute Basis für ... bildet.

Referenzen:

Ettlinger, J., Schenk, J.A., Micheel, B., Ehrentreich-Förster, E.,and Gajovic-Eichelmann, N, A direct competitive homogeneous immunoassay for progesterone - the redox quenching immunoassay. Electroanalysis 24(7) (2012), 1567–1575
Ettlinger J, Gajovic-Eichelmann N, Micheel B, Scharte G, Schenk J., Method for electrochemical detection of binding reactions. WO 2011/147563 A1. 1 Dec. 2011.

 

Lumineszenz-basierte homogene Immunassays (Hybrotec GmbH (Potsdam-Golm))
Homogene Immunassays können auf der Basis fluoreszenzmodulierender Antikörper entwickelt und realisiert werden. Diese Assays können in weniger als 10 Minuten point of care ausgeführt und gemessen werden; sie sind von hohem Interesse für alle Partner unseres Netzwerkes, die an point of care Assays oder deren Einbindung in neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen interessiert sind.

Referenzen:

Sellrie, Frank et al., Homogneous indirect fluorescence quenching immunoassay for the determination of low molecular weight substances, Anal. Bioanal. Chem. 386 (2006) 206-210
Sellrie, Frank et al., A homogeneous time-resolved fluoroimmunoassay (TR-FIA) using antibody mediated luminescence quenching, Anal. Methods 2 (2010) 1298-1301 
S
ellrie, Frank et al., Specific DNA detectionn using antibody mediated fluorescence quenching, Biosensors Bioelectronic 42 (2013) 512-515
Sellrie, Frank et al., Antibody-mediated fluorescence enhancement of nucleoside analogue 1,3-diaza-2-oxophenoxazine (tCo), Talanta 124 (2014) 67-70

 

02 Molekulare Abdrücke/Imitate (molecular imprints)

Prof. Dr. Frieder Scheller - ein Pionier der Biosensorik und Mitinitiator unseres Netzwerkes - führte molecular imprints als wichtiges Thema auch in unser Netzwerk ein. Von ihm und anderen Partnern im Netzwerk gibt es Arbeiten auf diesem Gebiet (siehe Referenzen; Beteiligte am Netzwerk sind unterstrichen).

Wir greifen molecular imprints hier gern als zukunftsweisende Thematik für einen breiteren Kreis auf und hoffen, dass sich molecular imprints auch in konkreten Netzwerkaktivitäten (Ideen, Skizzen Anträgen) niederschlagen. Gegenwärtig bereitet ein assoziierter Partner unseres Netzwerkes mit einem KMU ein entsprechendes FuE-Projekt vor.

Referenzen (Auswahl):

Dechtrirat, D., Yarman, A., Peng, L., Lettau, K., Wollenberger, U., Mosbach, K., Scheller, F.W. (2015) Catalytically Active MIP Architectures. Chapter 2 in Songjun Li, Shunsheng, Cao, Sergey, A. Piletsky, Anthony P.F. Turner (Eds) Molecularly Imprinted Catalysts, Elsevier, Amsterdam 2015, pp. 19-34
Dechtrirat D, Gajovic-Eichelmann N, Bier FF, Scheller FW. Hybrid Material for Protein Sensing Based on Electrosynthesized MIP on a Mannose Terminated Self-Assembled Monolayer. Adv Func Mater, 24 (2014): 2233-2239.
Scheller, F.W., Yarman, A., Bachmann, T., Hirsch, T., Kubick, S., Renneberg, R., Schumacher, S., Wollenberger, U., Teller, C., Bier, F.F. (2014) Future of biosensors: a personal view. Adv Biochem Eng Biotechnol., 140, 1-28, doi.org/10.1007/10_2013_251
Gajovic-Eichelmann, N.; Athikomrattanakul, U.; Dechtrirat, D.; Scheller, F.W. (2014) Molecular Imprinting Technique for Biosensors and Diagnostics, in: Tuantranont, A.: Applications of nanomaterials in sensors and diagnostics, Berlin: Springer, 2013 (Springer Series on Chemical Sensors and Biosensors 14)
Mosbach, Klaus, Prägen und Gießen von Molekülen, Spektrum der Wissenschaft, April 2007, 82-87
Komiyama, Makoto, Molecular Imprinting: from fundamentals to apllications. iley-VCH Weinheim, 2003

03 Mykotoxine

Die Zusammenstellung konkreter Inhalte zu diesem Themenschwerpunkt befindet sich in der Vorbereitung.

Referenzen:

Klaus Höchstmengenregelung für Mykotoxine in Lebensmitteln in der Europäischen Union (EU) und in Deutschland, Bayerisches Landesamt für Geusndheit und Lebensmittelsicherheit, 2016 (aktualisiert am 29.03.2016)
Kontaminanten-Verordnung vom 19. März 2010 (BGBl. I S. 286, 287); zuletzt geändert durch Artikel  V v. 30.06.2015 I 1090 

04 Nanotechnologie

Die Zusammenstellung der konkreten Inhalte zu diesem Themenschwerpunkt befindet sich in der Vorbereitung; sie wird künftig angesichts der Breite und Bedeutung dieses Bereiches - erinnert sei nur an den Begriff Bionanotechnologie - sporadisch erweitert.

Aufgelistet sind primär Arbeiten deutscher Forscher, die leichter für eine Zusammenarbeit mit den KMU-Partnern unseres Netwzerkes im Rahmen der ZIM-Richtlinie verfügbar sein sollten.

Referenzen werden in Kürze ergänzt u.a. zu folgenden Autoren und Themen(schwerpunkten):

Gaub, Hermann; Heckl, Wolfgang; Fuchs, Harald;

Gerber, Christoph; Gütherodt,Hans (Gerber ... Fritz et al. Science ... )

Bier, Frank; NUCAN

"molecular printing"

TASNANO Cantilerver-/Cantileverarrayfunktionalisierung

 

 

ZIM 2
 

Träger des Netzwerks:

ZesysLogo

Zentrum zur Förderung eingebetteter Systeme (ZeSys e.V.)
Dr. G. Smettan & H. Breter
Rudower Chaussee 29
12489 Berlin - Adlershof